Der Augenfleckenkammbarsch gehört zu den interessantesten Zielfischen der Everglades in Fishing Planet. Er sieht nicht nur außergewöhnlich aus, sondern liefert an einer passenden Posenmontage auch einen überraschend energischen Drill.
Wer ihn gezielt fangen möchte, steht allerdings vor einer kleinen Herausforderung: Zwischen Seerosen, Schilf und überschwemmter Vegetation lauern noch zahlreiche andere Fischarten. Mit dem richtigen Spot, einem passenden Haken und lebenden Garnelen lässt sich der Beifang jedoch deutlich reduzieren.
Das folgende Setup eignet sich sowohl zum normalen Angeln als auch zur Vorbereitung auf den Fishing-Planet-Wettkampf „Fly like a Butterfly, Swim like a Bass“.
Der Augenfleckenkammbarsch in Fishing Planet
Der Augenfleckenkammbarsch wird in der englischen Version von Fishing Planet als „Butterfly Peacock Bass“ bezeichnet. Trotz seines deutschen Namens gehört er nicht zu den klassischen Kammbarschen, wie wir sie von europäischen Gewässern kennen.
Seinen Namen verdankt er dem auffälligen schwarzen Augenfleck an der Schwanzflosse. Zusammen mit seiner gelblich-grünen Färbung und den dunklen vertikalen Streifen gehört er zu den optisch markantesten Fischen der Everglades.
Der Augenfleckenkammbarsch ist ein aggressiver Raubfisch und hält sich bevorzugt in der Nähe von:
- Seerosenfeldern
- Schilfkanten
- versunkener Vegetation
- flachen Seitenarmen
- offenen Bereichen zwischen Pflanzenfeldern
Grundsätzlich lässt er sich sowohl mit Kunstködern als auch mit Naturködern fangen. Wer möglichst wenig Beifang haben möchte oder für den passenden Wettkampf trainiert, sollte allerdings zur Posenrute greifen.

Der beste Spot für Augenfleckenkammbarsch in den Everglades
Für das gezielte Posenangeln eignet sich der Angelplatz „Infinity Tunnels“ besonders gut.
Vom Steg aus betrachtet befinden sich vor dir mehrere offene Kanäle zwischen den Pflanzen. Für den Augenfleckenkammbarsch ist vor allem der zweite Kanal von links interessant.
Wirf die Montage nicht einfach in die Mitte der großen freien Wasserfläche. Zielführender ist ein Wurf dicht an die Vegetationskante. Der Köder sollte unmittelbar vor den Pflanzen oder in einer kleinen offenen Stelle zwischen den Seerosen landen.
Die wichtigsten Spotdaten
- Gewässer: Everglades, Florida
- Angelplatz: Infinity Tunnels
- Zielbereich: zweiter Kanal von links
- Wurfweite: ungefähr 18 bis 25 Meter
- Orientierung: dicht an die Vegetationskante
- Angeltiefe: ungefähr 50 Zentimeter
Die genaue Wurfweite kann abhängig von deinem Standort auf dem Steg leicht variieren. Entscheidend ist daher weniger die exakte Meterzahl als die Platzierung der Pose. Sie sollte möglichst dicht vor dem Übergang vom freien Wasser zur Vegetation stehen.

Die richtige Ausrüstung
Für diesen Spot benötigst du keine komplizierte Spezialmontage. Eine ausreichend stabile Matchrute mit Pose ist vollkommen ausreichend.
Empfohlenes Setup
- Rutenart: Matchrute
- Montage: Posenmontage
- Haken: #4/0
- Köder: Garnelen
- Posentiefe: ungefähr 50 Zentimeter
- Wurfweite: etwa 18 bis 25 Meter
Die Tragkraft der gesamten Kombination sollte auf die größeren Exemplare abgestimmt sein. Achte darauf, dass Rute, Rolle, Schnur und Vorfach möglichst ausgeglichen sind. Das schwächste Teil der Montage bestimmt letztlich, wie viel Belastung du im Drill riskieren kannst.
Ein übertrieben starkes Setup ist für den Augenfleckenkammbarsch normalerweise nicht notwendig. Zu schwach solltest du allerdings ebenfalls nicht angeln – besonders dann nicht, wenn du gezielt auf Trophy- oder einzigartige Exemplare hoffst.
Warum Garnelen der beste Köder für wenig Beifang sind
Augenfleckenkammbarsche lassen sich unter anderem mit Garnelen und verschiedenen Köderfischen fangen. Shiner funktionieren grundsätzlich ebenfalls sehr gut, bringen an den Everglades aber einen entscheidenden Nachteil mit sich: Auch Florida-Knochenhechte interessieren sich stark für Köderfische.
Wer mit lebenden Köderfischen direkt an der Vegetation angelt, muss daher mit deutlich mehr unerwünschten Fängen rechnen.
Garnelen sind für diesen Spot die gezieltere Wahl. Sie werden vom Augenfleckenkammbarsch zuverlässig angenommen, sprechen einige der typischen Beifänge aber weniger stark an.
Vollständig ausschließen lassen sich andere Fischarten trotzdem nicht. Fishing Planet besitzt keine Köderkombination, die ausschließlich von einer einzigen Fischart genommen wird. Durch Garnelen, einen Haken der Größe #4/0 und den passenden Zielbereich lässt sich die Auswahl jedoch deutlich einschränken.
Welche Hakengröße ist ideal?
Ein Haken der Größe #4/0 ist für diesen Spot ein sehr guter Kompromiss. Er eignet sich sowohl für normale als auch für größere Augenfleckenkammbarsche und hält gleichzeitig viele kleinere Fische von der Montage fern.
Wenn du gezielt nach besonders großen Exemplaren suchst, kannst du auch einen Haken der Größe #5/0 ausprobieren. Dadurch kann die Anzahl kleinerer Fänge weiter sinken. Gleichzeitig musst du allerdings mit einer niedrigeren Bissfrequenz rechnen.
Für regelmäßige Fänge und Wettkampftraining würde ich daher zunächst bei #4/0 bleiben.
Die richtige Posentiefe
Der Augenfleckenkammbarsch steht an diesem Spot relativ flach und jagt rund um die Pflanzenfelder. Eine Posentiefe von ungefähr 50 Zentimetern bringt die Garnele genau in den interessanten Bereich.
Falls die Bisse ausbleiben, kannst du die Tiefe leicht anpassen:
- bei 40 Zentimetern beginnen
- anschließend auf 50 Zentimeter wechseln
- bei Bedarf bis etwa 60 Zentimeter testen
Große Veränderungen sind meistens nicht notwendig. Wenn über längere Zeit kein Biss erfolgt, liegt es häufiger am falschen Zielbereich oder an einer schwachen Beißphase als an wenigen Zentimetern Unterschied bei der Tiefe.
Die beste Fangzeit
Der Augenfleckenkammbarsch ist ein tagaktiver Raubfisch. Die besten Chancen bestehen während der hohen Beißphasen am Tag.
Besonders gut funktionieren häufig:
- sonnige Tageszeiten
- die Stunden rund um die Mittagsspitze
- weitere deutlich ausgeprägte Tagespeaks im Wetterdiagramm
Die konkrete Uhrzeit hängt vom jeweiligen Wettertag ab. Schaue deshalb vor dem Angeln auf die Beißzeitentabelle und lege deine Session möglichst in eine der hohen Phasen.
Für normales Spotangeln kannst du die Zeit vorspulen. Innerhalb eines laufenden Wettkampfs ist das natürlich nicht möglich – dort musst du mit den vorgegebenen Bedingungen arbeiten.
So gehst du am Spot vor
Stelle zunächst eine Posentiefe von ungefähr 50 Zentimetern ein und montiere eine Garnele an einem Haken der Größe #4/0.
Wirf anschließend in den zweiten Pflanzenkanal von links. Die Pose sollte möglichst dicht an der Vegetationskante landen, ohne direkt in den Pflanzen festzuhängen.
Bleibt der Biss aus, solltest du die Montage nicht sofort vollständig umbauen. Verändere zunächst nur den Wurfwinkel:
- Wirf knapp links an die Vegetationskante.
- Versetze den nächsten Wurf um wenige Meter nach rechts.
- Teste anschließend eine kleine freie Stelle zwischen den Pflanzen.
- Variiere danach die Tiefe zwischen 40 und 60 Zentimetern.
So kannst du den aktiven Bereich finden, ohne gleichzeitig Spot, Tiefe, Haken und Köder zu verändern.
Der Wettkampf „Fly like a Butterfly, Swim like a Bass“
Der Augenfleckenkammbarsch steht in den Everglades im Mittelpunkt eines eigenen Fishing-Planet-Wettkampfs. Dieser trägt den passenden Namen:
Fly like a Butterfly, Swim like a Bass
Der Wettkampf findet in den Everglades statt und konzentriert sich vollständig auf den Butterfly Peacock Bass beziehungsweise Augenfleckenkammbarsch.
Die wichtigsten Wettkampfregeln
- Zielfisch ist ausschließlich der Augenfleckenkammbarsch.
- Es darf nur mit Posenruten geangelt werden.
- Die Verwendung eines Rutenständers ist verboten.
- Die Wertungszeit beträgt 30 Minuten.
- Entscheidend ist das maximale Gesamtgewicht der gefangenen Augenfleckenkammbarsche.
- Beifänge erhöhen das Wettkampfergebnis nicht.
Das bedeutet: Es reicht nicht, nur ein einziges außergewöhnlich großes Exemplar zu fangen. Für eine starke Platzierung benötigst du über die gesamte Wertungszeit eine möglichst hohe Fangfrequenz und gleichzeitig gute Durchschnittsgewichte.
Fishing Planet bietet den Wettbewerb auch in unterschiedlichen Spieler- beziehungsweise Amateurkonstellationen an. Prüfe vor der Anmeldung immer noch einmal die im Spiel angezeigten Teilnahmebedingungen, da Levelgrenzen, Startgeld und Belohnungen abhängig von der konkreten Variante oder späteren Anpassungen abweichen können.
Warum das vorgestellte Setup für den Wettkampf interessant ist
Das Setup mit Garnele und Haken #4/0 ist für den Wettkampf besonders interessant, weil dort jeder unnötige Beifang Zeit kostet.
Während einer normalen Angelsession ist ein Florida-Knochenhecht zwischendurch vielleicht eine nette Abwechslung. Innerhalb eines 30-minütigen Wettbewerbs bedeutet er dagegen:
- verlorene Angelzeit
- einen zusätzlichen Drill
- erneutes Auswerfen
- kein zusätzliches Wertungsgewicht
Garnelen können die Wahrscheinlichkeit solcher Beifänge reduzieren. Gleichzeitig bleibt die Hakengröße groß genug, um regelmäßig brauchbare Augenfleckenkammbarsche zu fangen.
Wettkampfstrategie für 30 Minuten
Für eine gute Platzierung solltest du den Wettkampf nicht als gewöhnliche Angelsession betrachten. Jede Minute zählt.
1. Montage vorher vorbereiten
Rute, Rolle, Schnur, Pose, Vorfach, Haken und Garnelen sollten sich bereits vor Beginn in deinem Inventar befinden. Kontrolliere außerdem den Zustand der Ausrüstung.
2. Den Spot vorher trainieren
Präge dir Wurfrichtung und Entfernung ein. Im Wettkampf solltest du nicht erst mehrere Minuten nach dem richtigen Kanal suchen müssen.
3. Mehrere Fangpunkte testen
Verlasse dich nicht auf einen einzigen Punkt. Bereite dir innerhalb des Pflanzenkanals zwei oder drei leicht versetzte Zielbereiche vor.
4. Nachlassende Bisse ernst nehmen
Wenn der Spot nach mehreren Fängen plötzlich ruhig wird, solltest du den Köder einige Meter versetzen. Häufig ist ein naher alternativer Fangpunkt schneller als langes Warten.
5. Beifänge konsequent reduzieren
Nutze Garnelen statt Shiner, wenn du zu viele Knochenhechte fängst. Im Wettbewerb zählt nicht die Vielfalt deines Setzkeschers, sondern ausschließlich das Gesamtgewicht der Zielfische.
6. Nicht nur auf einzigartige Fische warten
Ein einzigartiger Augenfleckenkammbarsch kann das Ergebnis deutlich verbessern. Trotzdem solltest du nicht die gesamte Wertungszeit an einem vermeintlichen Unique-Spot verbringen, wenn dort kaum Bisse erfolgen.
Mehrere normale und Trophy-Fische können zusammen wertvoller sein als eine lange erfolglose Jagd nach einem einzigen außergewöhnlichen Exemplar.
Häufige Fehler
Zu weit im offenen Wasser angeln
Die Fische stehen häufig an den Pflanzen. Ein Wurf mitten in die große freie Wasserfläche bringt meist eine schlechtere Bissrate.
Shiner verwenden und über Beifänge klagen
Köderfische sind fängig, ziehen aber auch andere Raubfische an. Für gezieltes Wettkampfangeln sind Garnelen häufig die bessere Wahl.
Die Pose zu tief einstellen
Der Zielfisch hält sich am beschriebenen Spot relativ flach auf. Eine unnötig tiefe Montage kann andere Fischarten ansprechen und den Köder aus der produktiven Zone bringen.
Einen zu kleinen Haken verwenden
Kleine Haken erhöhen die Gefahr, dass kleinere und unerwünschte Fische einsteigen. #4/0 bietet hier eine gute Vorauswahl.
Während des Wettkampfs zu lange warten
Bei nur 30 Minuten Wertungszeit sind lange Phasen ohne Aktivität besonders teuer. Bleibt der Biss aus, sollte der nächste vorbereitete Punkt angeworfen werden.
Fazit
Der Augenfleckenkammbarsch lässt sich in den Everglades erstaunlich gezielt mit der Pose fangen. Am Angelplatz Infinity Tunnels wirfst du dafür in den zweiten Kanal von links und platzierst eine Garnele dicht an der Vegetationskante.
Mit einem Haken der Größe #4/0, ungefähr 50 Zentimetern Posentiefe und einer Wurfweite zwischen 18 und 25 Metern erhältst du eine einfache, aber sehr effektive Kombination.
Das Setup eignet sich gleichzeitig hervorragend als Grundlage für den Wettkampf „Fly like a Butterfly, Swim like a Bass“. Da dort innerhalb von 30 Minuten das Gesamtgewicht aller gefangenen Augenfleckenkammbarsche zählt, sind eine hohe Bissfrequenz, kurze Wege und möglichst wenig Beifang besonders wichtig.
Wer den Spot vorher trainiert und mehrere Wurfpunkte vorbereitet, reist nicht nur gut ausgerüstet in die Everglades – sondern hat auch eine realistische Chance auf eine starke Wettkampfplatzierung.
